Verona ist eine Stadt in der italienischen Region Venetien. Sie hat 256.110 Einwohner
und ist Hauptstadt der Provinz Verona. Sie liegt an der Etsch etwa 59 m über dem
Meeresspiegel am Austritt der so genannten Brenner-Linie in die Poebene. Dort treffen
auch einige Hauptverbindungen der oberitalienischen Bahnlinien zusammen.
Sehenswürdigkeiten
Die Stadt ist vor allem für ihr römisches Amphitheater - die Arena di Verona - bekannt.
Im Sommer finden in der Arena die berühmten Opernfestspiele statt, die jährlich viele
Opernfans anlocken.
Kirchen
Der Dom Santa Maria Matricolare wurde im Jahre 1187 geweiht und vereint sowohl romanische
als auch gotische Bestandteile. Bekannt ist der Dom durch das Portal von Nicolò sowie das
Werk "Maria Himmelfahrt" von Tizian.
Die Basilica di San Zeno wurde im 12. und 13. Jahrhundert erbaut. Während ein Großteil der
Kirche von der Romanik geprägt ist, zeigen sich in der Decke schon gotische Formen. Beeindruckend
sind vor allem der Campanile sowie das große Rundfenster der Fassade. Sant'Anastasia ist die größte
Kirche Veronas. Sie wurde von den Dominikanern um 1290 begonnen und 1481 fertig gestellt. Ihre
Fassade blieb unvollendet, der Innenraum ist jedoch reich ausgestaltet. Die Kirche ist unter anderem
für ihre Weihwasserbecken bekannt, die von Buckligen getragen werden.
Der Bau der Kirche San Fermo Maggiore wurde 1065 von Benediktinermönchen begonnen. Im Jahr 1138 wurde
die Kirche vollendet. Die Fassade zeigt sowohl romanische als auch gotische Stilelemente.
Die Handlung von Shakespeares Schauspiel Romeo und Julia spielt in Verona. In der Stadt kann
der berühmte Balkon der Julia besichtigt werden, der allerdings nur zu touristischen Zwecken gebaut wurde.
Viele Verliebte hinterlassen ihre Liebesbotschaften an den Wänden des Hauses.
Plätze
Die Piazza delle Erbe ist einer der malerischsten Plätze Italiens. Der frühere Kräuter- und Gemüsemarkt
wird auch heute noch als Marktplatz genutzt. Vom Torre dei Lamberti, der sich am Piazza delle Erbe befindet,
hat man eine atemberaubende Sicht auf die Stadt. Die Piazza Bra umgibt die Arena und ist vor allem für den
'Listone' - den breiten Bürgersteig mit vielen Restaurants - bekannt.
Museen
Das Museo Archeologico beherbergt archäologisch wertvolle Exponate und befindet sich im Teatro Romano.
Wechselnde Fotoausstellungen finden in den Scavi Scaligeri - einer unterirdischen Ausgrabungsstätte - statt.
Das Museum des Castelvecchio ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen des Veneto. Im Palazzo Forti finden
regelmäßig wechselnde Ausstellungen zu moderner Kunst statt.
- Weitere Sehenswürdigkeiten
- Teatro Romano - römisches Theater
- Ponte Pietra - Brücke aus der Römerzeit
- Santuario della Madonna di Lourdes - Kloster hoch über der Stadt
- Porta dei Leoni - Ausgrabungen aus der Römerzeit
- Arche Scaligeri - Grab der Skaliger
- Castel San Pietro - Burg oberhalb Veronas
- Giardino Giusti - Garten mit Blick auf Verona
Sport
Der Fußballverein Hellas Verona spielte in der ersten und zweiten italienischen Liga und gewann in der Saison
1984/1985 die italienische Meisterschaft. In der Saison 2005/06 spielt Verona in der Serie B. Der eigentlich
kleinere Verein AC Chievo Verona hingegen spielt weiterhin in der Serie A.
Verona war in vorchristlicher Zeit eigentlich eine Gründung der Räter und Euganeer, war zeitweise keltisch
besetzt und wurde erst 89 v. Chr. römische Kolonie. Aus der Antike stammt auch das zweitgrößte und am besten
erhaltene Amphitheater, Arena genannt. Es wurde unter Diokletian etwa 290 errichtet. Es besitzt 45 Sitzreihen
und bietet circa 22.000 Besuchern Platz.
Später war Verona eine der Residenzen des Ostgotenkönigs Theoderich und des Langobardenkönigs Alboin. Ab 952
gehörte Verona zur Markgrafschaft Verona und damit zum Herzogtum Bayern und bzw. (ab 976) zu Kärnten. Erst zu
Beginn des 12. Jahrhunderts wurde Verona selbständig und besaß eigene Stadtrechte. An der Gründung des
Lombardischen Städtebundes war Verona 1164 maßgeblich beteiligt. Im späten Mittelalter herrschten hier die Scaliger.
Teatro Romano
Der altdeutsche Name für Verona ist Bern bzw. Wälsch-Bern oder Welschbern. Der Zusatz diente der Unterscheidung
zur Stadt Bern in der heutigen Schweiz, deren lateinischer Name ebenfalls Verona lautet. Analog dazu wird im
Zimbrischen Idiom der Dreizehn Gemeinden, einer Alttiroler Sprachinsel in Venetien, Verona als Bearn bezeichnet.
Der germanische Sagenheld Dietrich von Bern kam aus Verona.
Verona wurde 1797 österreichisch und kam 1866 als Ergebnis des Deutschen Kriegs zum Königreich Italien. Unter
österreichischer Herrschaft war der Ort Teil des oberitalienischen Festungsvierecks (it.: Quadrilatero),
das 1815 zur Verteidigung der österreichischen Besitztümer in Italien in den Orten Peschiera, Mantova (Mantua),
Legnago und Verona errichtet wurde.
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