Vor Hundert Jahren war dies eine Halbinsel, die mit Schwarztannen, Steineichen, und
Stechdisteln bewachsen war,zwischen sumpfigem Boden und Sanddünen, die vom Wind, sowie
von den Meeresströmungen und den Flussläufen der Lagune, um den Fluß Tagliamento herum,
modelliert wurden. Dort wohnten wenige Fischer, Bauern und Züchter.
Heute – dank des Arbeitswillens des friaulischen Volkes und, parallel dazu, der ökonomi-
sche Aufschwung der 60-Jahre,ist Lignano
einer der bekanntesten, ersehntesten und anerkan-
ntesten Urlaubsziele der Oberadria, das in der Lage ist,während der Sommersaison hundert
Tausende Gäste anzuziehen. So viele, um für einige Monate der menschenreichste Ort des
ganzen Friauls
zu werden: Ein authentischer wirtschaftlicher und sozialer Höhenflug für
das Küstengebiet und das ganze regionale Hinterland.
DIE URSPRÜNGE: Die ersten dokumentierten Lebenszeichen gehen auf die römische Epoche zurück:
Lignano war damals eine kleine Anlegestelle am Meer, die mit der dahinterliegenden Ebene
durch die Flussläufe der Lagune verbunden war. Ihr Ruf als “verwilderter und unwichtiger”
Ort, blieb auch unter der Herrschaft der Republik von Venedig
bestehen, als sich einige
adlige Familien venezianischen Ursprungs, wie die “Vendramin” ansiedelten, die in
der zweiten Hälfte des XVI Jahrhunderts das Kirchlein von “San Zaccaria” bauen ließen,
das heute noch im kleinen Agglomerat Pineda existiert.
DIE ANFÄNGE: Das ßerste Kapitelß des Fremdenverkehrs in Lignano fängt im Frühjahr 1903 an.
Am 11. April sticht vom nahen Marano Lagunare eine Gruppe von sechs Schiffen, an Bord befan-
den sich Journalisten und Politiker aus Niederfriaul, ins Meer. Diese hatten vor Augen die
Schönheiten von Grado
und dem Lido von Venedig – damals schon bekannte Urlaubsorte, die
von eleganten Gästen besucht wurden, als sie den Grundstein für das erste
Badetablissement “Bagni di Porto Lignano” legten: Eine moderne Holzkonstruktion, auf der
Ostspitze der Halbinsel gelegen, am weitesten vom Festland entfernt, aber am nahesten dem
Hafen von Marano. Seit damals entstanden die ersten Hotels und die ersten Villen, auch wenn
der Große Krieg – die Österreicher zerstören nach der Niederlage con Caporetto (1917) das
Badeetablissement, um Brennholz daraus zu machen, - dem ersten, mühsamen Versuch, den
Tourismus in Gang zu setzen, ein Ende setzt.
DIE WENDE: Die wirkliche Wende erfolgt nach 1926, in diesem Jahr wird auch die Straße, welche
das friaulische Festland mit der Halbinsel von Latisana verbindet, fertiggestellt, Es beginnen
die notwendigen Arbeiten zur Trockenlegung der sumpfigen Gebiete, gemeinsam mit den Projekten
für die Erbauung der Kirche, des Docks und die Siedlung am Meer, eine Bestätigung für Lignano
als Urlaubsort. Ende der 30-er Jahre zählt man schon 60 tausend Anwesende, und zum ersten Mal ist
die Zahl der italienischen Gäste höher, als die der deutschsprachigen.
DER BOOM. Nach den schmerzhaften Geschehnissen des zweiten Weltkrieges, nimmt Lignano wieder
seine urbanistische und touristische Entwicklung wieder auf. Die Sommerfrische und der eventuelle
Besitz einer Zweitwohnung am Meer werden zu einem Zeichen des Wohlstandes, und in vielen Fällen
des Sozialstandes vor allem zu einer Flucht aus dem Stress des Alltagslebens. Von dorther reift
die Epoche des wirtschaftlichen Booms und des Tourismus für alle. Lignano ist dafür Interpret,
mit seinen erneuerten urbanistischen Vorschlägen und sein Empfangsangebot, reich an Auswahlmögli-
chkeiten (zwischen Hotels,Villen und Wohnungen), mit seiner Aufmerksamkeit für alle Ansprüche
des Familientourismus. Von 1.800.000 Gästen in den 60er Jahren, wird der Rekord 1973 mit 6 Millio-
nen Touristen erreicht.Das “junge” Urlaubs- Lignano ist definitiv herangereift.
Lignano Sabbiadoro
Dies ist der historische Kern von Lignano. Es stellt den touristischen und mondänen Kern dar,
mit eleganten Einrichtungsgegenständen für jeden Bedarf “maßgeschneidert” (Hotels, Villen und
Wohnungen) und eine reiche Auswahl ist dem Shopping, der Labung, der Zerstreuung und des Vergnügens,
gewidmet, auf die man leicht zurückgreifen kann und mit jedem denkbaren Komfort ausgestattet sind.
Geschäfte. Boutiquen, Bar mit Live-Musik,Restaurants, Spiels, Spielsäle, kleine Plätze im Grünen
und Diskotheken: Gerade sie charakterisieren die großzügige Hauptallee und die umliegenden Zonen.
Der weite goldene Strand gleitet sanft ins Meer ab, und gerade dadurch ist er besonders für das
Baden für Kinder und ihre Familien geeignet.
Lignano Pineta
Dies ist die mittlere Teil von Lignano: 120 Hektar von Perfekter Symbiose zwischen der Meereslandschaft,
dem üppigen Grün des Pinienwaldes und eine originelle Stadtplanung in Spiralenform, ein Meisterwerk des
genialen udineser Architekten Marcello D'Olivo. Eine elegante Gartenstadt inmitten der Natur, aber mit
allem erdenklichem Komfort ausgestattet: Ein Ort, wo man frei atmen und sich ausruhen kann, zur gleichen
Zeit aber auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommt. Sein Schmuckstück ist ein großer Park von vier Hektar,
inmitten des Pinienwaldes,Ernest Hemingway gewidmet, der hier zu Hause war und Lignano als “Florida Italiens”
bezeichnete. Dieser Park ist mit 4 tausend hochwüchsigen Bäumen bepflanzt, durch ihn führt ein Gymnastik-
parcours und es sind Spielplätze für die Kleinsten eingerichtet. Ein Amphitheater im Grünen für Darbietungen
im Freien.
Lignano Riviera
Dies ist der neueste Teil von Lignano: Eine große grüne ßLungeß, mit eingeschränkter Einwohnerzahl, wo die
reiche Vegetation und ihr Duft den vollen Kontakt zur Natur versprechen. Das Gebiet ist in neuen Residenzzonen
aufgeteilt,die von weiten Alleen, die zum Meeresufer hinführen, durchzogen sind, von eindrucksvollen Gässchen
ohne Ausgang,genannt “calle” und von Gehwegen inmitten des Grüns des Pinienwaldes. Sein touristisches Angebot
beinhaltet die Thermen, die Bootshäfen mit Hunderten von Anlegeplätzen, den Golfklub, Reitwege und nicht zuletzt
den Zoopark “Punta Verde”, der 1.500 Tiere aus der ganzen Welt beherbergt. Hier wurde 1987, im Zuge des Welt-
kongresses für Kinderrechte der Unicef-Park eingeweiht: Vier Hektar Grünfläche, ausgestattet mit Spielen und
Schwimmbecken, ist er“allen Kindern der Welt” gewidmet.
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