Bologna, die Gelehrte, Bologna, die Üppige: Stadt der Restaurants und
der Arkaden, Stadt der unerschöpflichen Lebensfreude. Bologna, Heimat von Künstlern wie Morandi,
von Wissenschaftlern wie Galvani und Marconi. Bologna, die "piazza Grande" eines
Lucio Dalla. Die viel gerühmte Stadt liegt am Fuss des emilianischen Apennin.
Die Wiege der Universitäten und der Esskultur war schon in prähistorischer Zeit
bewohnt. Das Stadtzentrum liegt an der Stelle, an der es die alten Römer 189 v. Chr.
an der Via Emilia erbauten; Spuren der damaligen Strassenanlage sind heute noch zu
sehen. Mit einer neuen Schicht von Händlern und der 1088 gegründeten Universität,
der ältesten Italiens, machte sich die Stadt nach den Wirren des frühen Mittelalters
schnell einen Namen. Im 13. Jh. gehörte Bologna zum Reich; rasch errichtete man neue
Stadtmauern und Türme (z. B. die Torri Garisenda und Asinelli) sowie die typischen
Arkadengänge. Die Stadt wuchs immer weiter: Ausserhalb der Stadtmauern entstanden neue
Siedlungen, vor allem in der Nähe der Klöster der kleineren Orden, wie etwa der
Dominikaner, und bedeutsame Kathedralen wurden errichtet, allen voran S. Petronio.
Schliesslich wurde Bologna, unter der Kontrolle des Kirchenstaats, zur wohlhabenden
Senatorenstadt mit prächtigen Palästen und beinahe überfüllt von Studenten und Händlern.
Nach der Einheit Italiens musste sich jedoch auch Bologna dem modernen Leben anpassen.
Aber auch das gelang: Die Stadt erhielt sich ihr historisches Zentrum mit den barocken
Palästen, den Arkaden sowie den rot verputzten Gebäuden und expandiert dennoch weiterhin
tüchtig ? ausserhalb der Stadtmauern.
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