Mit dem Golf von Taranto und dem Golf von Policastro hat die Basilikata Küstenstreifen sowohl am Ionischen als auch Tyrrhenischen Meer. Steil abfallende Klippen,
tief eingeschnittene Buchten und versteckte Grotten bietet der Südwesten mit dem Golf von Policastro, während flache Sandstrände den Golf von Taranto im Südosten
charakterisieren und Badespaß für die gesamte Familie garantieren. Ein kristallklares und für seine Wasserqualität gelobtes Meer sowie wahre Traumstrände überzeugen
Badegäste immer wieder aufs Neue. Die Region Basilikata im Süden des Stiefels lädt ein, entdeckt zu werden. Selbst versierten Italienkennern fällt es nicht ganz leicht,
den Landstrich auf Anhieb zu lokalisieren. Die Basilikata liegt im sonnigen Süden Italiens zwischen Kampanien, Apulien und Kalabrien und zählt mit rund 600.000
Einwohnern, die sich auf einer Fläche von knapp 10.000 Quadratkilometern verteilen, zu den dünn besiedelten Gegenden der Apenninenhalbinsel.
Markante Naturschönheiten bietet das Landesinnere, das von der Bergkette der Apenninen durchzogen ist. Überrascht wird der Besucher von ausgedehnten, sattgrünen
Wäldern, die auf dem fruchtbaren Lavaboden des mittlerweile erloschenen Vulkans Mont Vulture gedeihen. Naturschutzgebiete warten mit unerwartetem Tier- und
Pflanzenreichtum auf. Weingärten und Olivenhaine heben sich kontrastreich gegen karge und zerklüftete Landstriche ab. So zeigt sich das Landschaftsbild ausgesprochen
abwechslungsreich und bietet immer wieder neue Impressionen.
Auch Kunstliebhaber kommen in der Basilikata auf ihre Kosten. Beeindruckende architektonische Zeugnisse dokumentieren die ausgesprochen wechselhafte Geschichte
der Gegend. Wenngleich ganz Italien bedeutende UNESCO Kulturgüter vorweist, befindet sich in der Basilikata eines der markantesten der ganzen Apenninenhalbinsel:
die Sassi von Matera. Eindrucksvoll liegen die Höhlenwohnungen eng ineinander verschachtelt an den steilen Tuffsteinhängen des Gravina Tals in Matera. Wer durch die
Sassi schlendert, spaziert wie auf einer Wendeltreppe in die Vergangenheit der süditalienischen Stadt. Das UNESCO Kulturgut könnte kaum eindrucksreicher die
Entstehungsgeschichte Materas, die bereits in der Steinzeit beginnt, dokumentieren. Mit der Instandsetzung und der Erhaltung der Sassi wurde Matera um ein lebendiges
Stück Stadtgeschichte reicher, das wegen seiner Einzigartigkeit allein schon eine Reise in Italiens Süden wert ist. Neben archäologischen Sehenswürdigkeiten und einer
Vielzahl an Zeugnissen christlicher Kunst sind es vor allem die kleinen Städtchen in der Basilikata, wo noch heute in verwinkelten Gassen und auf pittoresken Plätzen
der unverwechselbare Charme des Südens anzutreffen ist. Auch auf den Spuren des großen Staufers Friedrich II. lässt sich der Landstrich bestens bereisen.
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Kulinarische Genüsse
Die cucina povera, die „Arme-Leute-Küche“, wird in der Basilikata großgeschrieben, und die Köche der Region verstehen es, aus lokalen Produkten immer wieder
neue Gerichte, die durch Einfallsreichtum und Einfachheit bestechen, auf den Tisch zu zaubern. Frisches Gemüse, aromatische Kräuter und bestes Olivenöl sind
die unverwechselbaren Zutaten von Spezialitäten der Region. Darüber hinaus weist die lukanische, bäuerlich geprägte Küche in den Küstengebieten interessante
Fischvariationen auf. Auf den fruchtbaren vulkanischen Böden gedeihen nicht nur Oliven, die Grundstoff für hervorragende Öle sind, sondern zudem auch Weiß-,
Rot- und Dessertweine, die sich sehen lassen können.
Feste
Stolz ist man in der Basilikata auf althergebrachte Traditionen. Neben Trachtenumzügen und Reiterturnieren finden vielerorts vor allem in der Karwoche
beeindruckende Prozessionen statt. Ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist das „Staufer-Fest“ im September. Vor der beeindruckenden Kulisse der
mächtigen Normannenburg in Melfi werden klassische Konzerte zu Ehren Friedrich II. gegeben. Und keine Gemeinde lässt es sich nehmen, einmal im Jahr
zu Ehren des eigenen Schutzpatrons ein buntes Patronatsfest ausgelassen zu feiern. Darüber hinaus laden zur Erntezeit und im Herbst bunte Märkte zur
Verkostung lokaler Produkte ein.
Anreise
Gut ist die Basilikata mit dem Auto über ein modernes Autobahnnetz erreichbar. Urlaubern, die mit dem Flugzeug anreisen, bieten sich folgende Möglichkeiten:
Der nahe Flughafen von Neapel wird von Alitalia über Mailand bzw. Rom sowie von Condor, Hapag Lloyd Express, easyJet, Air Berlin und LTU angeflogen. Darüber
hinaus besteht die Möglichkeit, die sonnige Basilikata mit Lufthansa, Alitalia und Air Dolomiti über Apulien zu erreichen.